FIS Sommer-Grand-Prix 2009: Simon Ammann und die Norweger setzen die ersten Ausrufezeichen des Olympiawinters

hier erhalten Sie alle Infos zum Sommerskispringen 2009 in Hinterzarten

auch im Jahr 2009 wurden die erfolgreichsten Nachwuchssportlerinnen und -sportler des Skiverbands Schwarzwald e.V. vo Präsident Stefan Wirbser geehrt.

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FIS Sommer Grand Prix: DSV-Adler wieder im Steigflug - Sieg für Späth - Platz zwei im Team-Springen - Georg Hettich gewinnt die Nordische Kombination

Glänzender Auftakt in die Sommer-Serie: Georg Späth vom SC Oberstdorf gewann das erste Skispringen im Rahmen des FIS-Sommer-Grand-Prix 2008. Georg Hettich feierte mit dem Sieg bei den Kombinierern ebenfalls einen Stockerl-Platz.

Gewiss, es war nur der Auftakt zum diesjährigen ?FIS-Sommer-Grand-Prix. Aber nach Jahren der sportlichen Tristesse haben die deutschen Skispringer im Hinblick auf den bevorstehenden WM-Winter ein erstes Ausrufezeichen gesetzt und bereiteten dem neuen DSV-Coach Werner Schuster in Hinterzarten einen Einstand nach Maß. Mit dem Sieg in der Einzelkonkurrenz und Rang zwei im Team-Wettkampf gelang den DSV-Springern ein richtiger Paukenschlag. Den Jubel beim Deutschen Skiverband (DSV) rundete Georg Hettich ab. Der Olympiasieger von Turin entschied den erstmals in Hinterzarten ausgetragenen Wettkampf der Nordischen Kombination für sich.

 

Mit 102,5 Metern im ersten Durchgang und der Tagesbestweite von 110 Metern gewann Georg Späth das erste Springen im Rahmen des diesjährigen ?4-Nationen-Cups?. Der 27-jährige vom SC Oberstdorf verwies dabei die beiden Österreicher Andreas Kofler und Weltcup-Gesamtsieger Thomas Morgenstern auf die weiteren Stockerlplätze.

 

?Dies ist natürlich ein schöner Sieg. Es ist ein gutes Gefühl, das erste internationale Springen, dazu noch vor heimischen Publikum gewinnen zu können?, strahlte der Bayer.

 

Das ausgezeichnete Abschneiden der DSV-Mannschaft wurde mit drei weiteren ?Top-Ten?-Platzierungen abgerundet. Michael Neumayer (103,5/101,5 Meter) präsentierte sich ebenfalls in bestechender Frühform. Mit Martin Schmitt vom SC Furtwangen (99/102 Meter) und Michael Uhrmann vom WSV Rastbüchl (98/102 Meter) platzierten sich auf den Plätzen acht und zehn zwei weitere deutsche Athleten in guter Verfassung. ?Der Trainer hat wohl frischen Wind in die Mannschaft gebracht?, brachte es ein weiblicher Fan im Schanzenauslauf auf den Punkt.

 

Nur 2,5 Meter oder umgerechnet 5,5 Punkte fehlten den Deutschen Skispringern am Vortag zur ersten großen Überraschung des Wochenendes. Nur das überragende Quartett aus Österreich mit Andreas Kofler, Manuel Fettner, Gregor Schlierenzauer und Thomas Morgenstern verhinderte mit 1028,5 Punkten den deutschen Team-Erfolg. Etwa 3500 begeisterte Zuschauern sahen eine hochmotivierte deutsche Mannschaft mit Michael Uhrmann, Martin Schmitt, Georg Späth und Michael Neumayer, die die guten Trainingseindrücke mit Rang zwei (1023 Punkte) eindrucksvoll bestätigten. ?Das war ein Einstand nach Maß. Wir wollen beim Mannschaftsskispringen immer um die Podestplätze mitspringen. Nach den bisher gezeigten Trainingsleistungen ist dieses Ziel auch realistisch?, freute sich der 4-fache Weltmeister Martin Schmitt, der mit Sprüngen über 103,5 und 100,5 Metern überzeugen konnte. Deutlich geschlagen, wurde die Mannschaft von Tschechien mit 955,5 Punkten Dritter, während das russische Team mit dem Schwarzwälder Coach Wolfgang Steiert das Finale verpasste.

 

Olympiasieger Georg Hettich entschied den ersten Grand Prix Wettkampf der neuen Saison für sich. Vor heimischer Kulisse und vor den Augen der Familie setzte sich der 29-jährige vom Skiteam Schonach-Rohrhardsberg, der nach dem Springen mit 54 Sekunden Rückstand als Achter auf die Inline-Strecke gegangen war, in Hinterzarten vor dem US-Amerikaner Bill Demong und dem Österreicher David Kreiner durch. ?Ich habe im Vorfeld sehr viel mit dem Material herumprobiert und es wird langsam besser. Heute war es für mich wichtig, zu sehen, dass ich beim Springen mithalten kann. Ich wusste von vorne herein, dass es heute auf den Zielsprint ankommt und darauf habe ich mich konzentriert und auch das nötige Glück gehabt David Kreiner ist vorne gefahren und an ihn habe ich mich rangehängt, gab sich Hettich bescheiden?. Die nach dem Springen führenden David Zauner (Österreich) der Japaner Daito Takahashi spielten beim Inliner-Rennen auf regennassem Terrain keine Rolle und wurde vom Feld auf der 7 x 2,3 Kilometer langen Rundstrecke nach hinten durchgereicht.

 

Eine respektvolle Vorstellung lieferten bei ihrer internationalen Premiere in der Weltelite die beiden Schwarzwälder Nachwuchsathleten Julian Wölfle (Schonach) und Fabian Rießle (Breitnau) auf den Rängen 26 und 27.

 

?Es hat sich gezeigt, dass rund 45 Minuten Sprung-Wettbewerb und zirka 25 Minuten Lauf den richtigen Spannungsbogen schaffen. Der neue Modus hat seine Taufe bestanden,? sagte der neue FIS-Koordinator Walter Hofer zur Premiere einer verkürzten und gemeinsamen Veranstaltung in Hinterzarten. (SK/joh) Ausführliche Infos auch unter www.sommerskispringen-hinterzarten.de

 

08/05/06

Tobias Simon gewinnt FIS-Jugend-Skispringen auf der Adlerschanze

Tobias Simon (SZ Breitnau) gewann am Samstag den erstmals ausgetragenen FIS-Jugend-Cup auf der mittleren Adlerschanze von Hinterzarten. Der 13-jährige D/C-Kader-Athlet, von Haus aus Nordischer Kombinierer, verwies die Polen Klemens Muranka und Peter Prevc (Slowenien) auf die weiteren Stockerl-Plätze.

 

Bei diesem Jugendspringen in Hinterzarten kämpften über 40 Jugendliche zwischen 12 und 14 Jahren um die vom EUROPA-PARK gestifteten Pokale. Insgesamt waren neun verschiedene Nationen am Start: Deutschland, Österreich, Tschechien, Schweiz, Slowenien, Frankreich, Polen, Rumänien und die Niederlande.

 

Die Jugendarbeit spielt für die FIS eine sehr große Rolle. Bei diesem Wettkampf auf der K 70 Schanze im Adler-Skistadion wird der Nachwuchs auf die Internationale Wettkampfszene vorbereitet. Ziel ist es auch, neue Skisprung-Nationen zu gewinnen.

08/06/06

FIS Sommer Grand Prix: Georg Späth überrascht mit Auftaktsieg in Hinterzarten

Paukenschlag durch Georg Späth zum Auftakt des diesjährigen FIS-Sommer-Grand-Prix in Hinterzarten. Mit Weiten von 107,5 und 103 Metern und der Gesamtnote 275,0 holte sich der 25-jährige vom SC Oberstdorf überraschend den Tagessieg auf der Adlerschanze. Dahinter kam der nach dem ersten Durchgang noch führende Österreicher Andreas Kofler (108,/100,5/270,5) und dessen Landsmann Gregor Schlierenzauer (102,5/102/258,5) auf die weiteren Stockerlplätze.

 

Nach der enttäuschenden Olympiasaison war der Erfolg von Hinterzarten der erhoffte Befreiungsschlag für das Team von Peter Rohwein. Über 5000 Zuschauer sahen bei Sonnenschein eine bis zum letzten Springer spannende und faire Konkurrenz. "Nein, damit habe ich nicht gerechnet. Aber es lief hier in Hinterzarten von Tag zu Tag besser", kommentierte "Schorschi" Späth den überraschenden Coup auf der Adlerschanze, der ihm zudem noch durch ein Preisgeld von 3250 Euro versüßt wurde. "Natürlich hätte ich gerne gewonnen, aber es geht nicht immer wie man will", hielt sich die Freude über den zweiten Rang und verspielten Auftaktsieg bei Andreas Kofler in Grenzen. Bereits im Training hatte der Tiroler Gregor Schlierenzauer seine gute Verfassung angedeutet. Doch dass es für den ersten 16-jährigen Nachwuchsadler, "es macht einfach Spaß vor einer solchen Kulisse zu springen", gleich zum dritten Rang reichen würde, damit hatte er selbst nicht gerechnet.

 

So groß die Freude im DSV-Lager über Späth´s Erfolg auch war. Dahinter klafft immer noch eine gewaltige Lücke. Michael Uhrmann war als Sechzehnter, "ich bin natürlich nicht mit dem Ergebnis zufrieden, muss mich nach der Trainingspause wieder zurückkämpfen", zweitbester DSV-Springer. Und auch der Berchtesgadener Michael Neumayer (97,5/99 Meter) blieb hinter seinen Erwartungen und Möglichkeiten zurück.

 

Gelungen jedoch für Christian Ulmer der Umstieg aus dem Lager der Kombinierer zu den Spezialisten. Mit Rang 27 holte der 21-jährige Schwabe vom SC Wiesensteig gleich seine ersten Grand-Prix-Zähler. "Ich war sehr erfreut, dass ich starten durfte, es ist eine Riesenfreude vor soviel Zuschauern springen zu können, jetzt will ich noch einiges erreichen, Stück für Stück an die Weltspitze heranspringen", freute sich Ulmer, der wie Martin Schmitt in Hinterzarten unter dem neuen Heimtrainer Stefan Horngacher "zu Spitzenleistungen abheben will".

 

Von denen ist der vierfache Weltmeister Martin Schmitt noch immer weit entfernt. Nach dem Sieg vor Wochenfrist beim Continentalcup hatte sich der Tannheimer auch für sein Heimspringen einiges vorgenommen, mit durch zu kurze 93,5 Meter und verpasster Finalqualifikation mit Rang 37 erneut enttäuscht: "Ich bin nicht zufrieden, meine Form stimmt noch nicht, ich muss wie im Training zwei gute Sprünge zeigen", hofft der 28-jährige nach Material- und Technikumstellung nochmals auf den Sprung in die Weltelite.

 

Bereits am Samstagabend hatte Österreich (1047,5 Punkte) den Team-Wettbewerb vor Finnland (1020 Punkte) gewonnen. Das DSV-Quartett mit Michael Neumayer, Martin Schmitt, Georg Späth und Michael Uhrmann kam vor 4000 Skisprungfans um weitere acht Zähler zurück, mit einer guten Vorstellung auf den dritten Platz unter zwölf Mannschaften.

 

08/06/05

FIS Sommer Grand Prix: Wolfgang Loitzl gewinnt Auftaktspringen des FIS-Sommer-Grand-Prix - Team-Sieg für DSV-Quartett - SVS ehrt erfolgreichste Nachwuchs-Athleten

Die deutschen Skispringer (v.l.n.r: Georg Späth, Michael Neumeyer, Michael Uhrmann und Alexander Herr gewannen am Samstag zum Auftakt des diesjährigen FIS-Sommer-Grand-Prix das Team-Skispringen. Vor 10 000 Zuschauern verwiesen die Schützlinge von Peter Rohwein die Teams von Finnland und Österreich auf die weiteren Ehrenplätze.

Anlässlich des FIS-Sommer-Grand-Prix wurden von Präsident Stefan Wirbser, Vizepräsident Siegfried Kaltenbach und den Sportwarten Bernd Aipperspach und Hansjörg Löffler die erfolgreichsten Nachwuchs-Athleten des SVS ausgezeichnet.

Der Österreicher Wolfgang Loitzl hat zum Auftakt des "FIS-Sommer-Grand-Prix 2005" den Auftaktwettbewerb von Hinterzarten für sich entschieden. Von 7000 Zuschauern flog Weltcup-Gesamtsieger Janne Ahonen auf den zweiten Rang, Dritter wurde mit Thomas Morgenstern ein weiterer DSV-Adler.

 

Hinter dem von Wolfgang Steiert trainierten Russen Ildar Fatchullin sprang Georg Späth (Oberstdorf) als bester DSV-Adler auf den fünften Platz. Der Berchtesgadener Michael Neumayer (8.), Michael Uhrmann (16.) und Alexander Herr (21.) sorgten für ein insgesamt zufriedenstellendes Ergebns aus DSV-Sicht.

 

Die deutschen Skispringer haben am Samstag mit einem Paukenschlag zum Saisonauftakt das Mannschaftsspringen beim Sommer-Grand-Prix in Hinterzarten gewonnen. Mit 1.063 Punkten Punkten setzte sich das Team von Bundestrainer Peter Rohwein vor Finnland (1.040) und Österreich (1.036,5) durch. Vor 10.000 Zuschauern an der Mattenschanze war Michael Uhrmann mit Weiten von 105,5 und 107,5 Metern der Beste im deutschen Quartett. "Die Jungs haben im Training hart und gut gearbeitet und das hat dieses Ergebnis bestätigt", meinte Rohwein. Das sei vor allem ein Motivations-Schub für die Trainingsarbeit bis zu den Olympischen Winterspielen 2006.

Wenige Tage nach dem spektakulären Rücktritt von Superstar Sven Hannawald trumpfte das DSV-Team bei der ersten Standortbestimmung des Winters bemerkenswert auf. Dabei feierte Alexander Herr (105,5 Meter/105,5) zum Saison-Einstand ein beachtenswertes Comeback. Vor sieben Monaten hatte sich der Schonacher den zweiten Kreuzbandriss seiner Karriere im selben Knie zugezogen, hatte sich aber Stück für Stück wieder an die Mannschaft herangearbeitet. "Das war eine harte Zeit für mich mit so viel Arbeit, um den Anschluss wiederzufinden", meinte Herr. Vor zwei Wochen hatte er noch auf die deutschen Meisterschaften in Oberstdorf verzichtet, wo Lokalmatador Georg Späth sich Einzel- und Mannschafts-Titel geholt hatte. Dafür war Martin Schmitt in der internen Qualifikation aus dem Team geflogen, während Michael Neumeyer mit je 103,5 Metern seinen Teil zum Gesamtsieg beitrug.

Als Michael Uhrmann als letzter Deutscher über den Bakken geflogen war und den Wettbewerb beendete, riss der Springer aus Rastbüchl die Arme hoch und freute sich: "Das ist lange her, dass eine deutsche Mannschaft so stark war. Dass das so gut funktioniert hat, ist toll und wird dem harten Training gerecht. Skispringen wird wieder wahr genommen und das tut allen gut.

 

Anlässlich des FIS-Sommer-Grand-Prix wurden von Präsident Stefan Wirbser, Vizepräsident Siegfried Kaltenbach und den Sportwarten Bernd Aipperspach und Hansjörg Löffler die erfolgreichsten Nachwuchs-Athleten des SVS ausgezeichnet.

07/31/04

11. FIS-Sommer-Grand-Prix in Hinterzarten 2004: Adam Malysz gewinnt ? DSV-Adler ohne Podestplatz, aber Teamstark

Bild-Impressionen vom FIS-Sommer-Grand-Prix in Hinterzarten: (oben, v. l.n.r. unten:) Adam Malysz gewann den Auftaktwettbewerb vor dem Österreicher Thomas Morgenstern und Noriaki Kasai. Bei Badewetter-Temperaturen verfolgten die Fans das Skispringen an der Adlerschanze. Wolfgang Steiert konnte mit dem Mannschaftsergebnis zufrieden sein. Adam Malysz mit hohem Luftstand, während Rudi Tusch und Walter Hofer die Szenerie vom Adlerhorst aus verfolgen. Ein weiblicher Fan hat sich der nicht qualifizierten und disqualifizierten Springer gewidmet. Vor großer Kulisse schweben die Springer zum Schanzentisch. Georg Späth war auf Rang sechs der beste DSV-Adler. Duffi sagte Servus und wird von Dieter Thoma verabschiedet.

aus Hinterzarten Joachim Hahne

 

Der zweifache Weltcup-Gesamtsieger Adam Malysz war am Samstag zum Auftakt des diesjährigen FIS-Sommer-Grand-Prix das Maß aller Dinge. Mit Weiten von 110,5 und 105 Metern verwies der Pole Titelverteidiger Thomas Morgenstern aus Österreich (110/101) mit 1,5 Punkten Rückstand auf den zweiten Ehrenplatz. Auf Rang drei sprang der frühere Weltmeister aus Japan, Noriaki Kasai (105,5/106). Die DSV-Adler verfehlten beim Heimauftakt auf der Adlerschanze die Podestplätze, präsentierten sich aber mannschaftlich stark. Georg Späth (Oberstdorf) wurde Sechster, der Berchtesgadener Michael Neumayer überraschte mit einem starken siebten Platz. Außerdem standen fünf weitere Athleten aus dem Team von Bundestrainer Wolfgang Steiert im Finale der besten Dreißig.

Hinterzarten im Schwarzwald. 2700 Einwohner zählt der heilklimatische Kurort im Hochschwarzwald. Eher ruhig und verträumt präsentiert sich die Gemeinde das Jahr über. Doch alljährlich, so um die Monatswende Juli/August pulsiert das ?Mekka des Sommerskispringens?. Für eine Woche ist Hinterzarten zumindest für die Skisprung-Fans so etwas wie der Nabel der Welt?. ?Ihr seid ein tolles Publikum, jung, dynamisch und friedlich. Ganz toll. Kommt später wieder mit euren Familien hier her?, weiß Bürgermeister Hansjörg Eckert den schier unbezahlbaren Werbewert für die Gemeinde, des meist jugendlichen Publikums zu schätzen.

Gestern gab es die elfte Auflage des ?FIS-Sommer-Grand-Prix? auf der Adlerschanze. Doch schon Anfang der 80-Jahre machte sich die Hochschwarzwaldgemeinde einen Namen mit der Ausrichtung der ersten Sommer-Skispringen. Über 3 000 Skisprung-Fans aus dem In- und Ausland sahen bereits tags zuvor die Qualifikation, am Samstag erlebten über 10 000 Zuschauer eine hochklassige Konkurrenz. Das laute ?Haaaannnni? und Maaaarrrrrrrrtin? der vergangenen Jahre war in diesem Jahr zwar nicht mehr zu hören. Doch dies tat der ausgelassenen Stimmung mit Partystimmung im Publikum keinen Abbruch.

Dreißig Sprünge über der 100-Meter-Marke. Die besten des Winters geben auch hochsommerlichen Temperaturen und Schwimmbad-Wetter den Ton an, wenn die Fans im Schanzenauslauf statt Pudelmütze, Anorak und Schal Bikini, Minirock, T-Shirt und Bermuda-Shorts tragen. Sommer-Wettbewerbe wie der FIS-Sommer-Grand-Prix sind so etwas wie eine Standort-Bestimmung. ?Wir bestreiten den Wettkampf aus dem Training heraus, haben zuletzt viel Krafttraining gemacht?, sagte DSV-Co-Trainer Peter Rohwein.

Auftaktsieger Adam Malysz freute sich mit den unzähligen polnischen Fans diebisch über seinen Triumph in Hinterzarten und das damit verbundene Preisgeld von 9000 Schweizer Franken und deutete an, dass bei der Weltmeisterschaft in Oberstdorf (16. bis 27. Februar 2005) nach einem für ihn schwächeren Weltcup-Winter bei der Medaillenvergabe wieder mit ihm zu rechnen ist. Georg Späth, als Neunter bester Weltcup-Starter der vergangenen Saison, war mit Rang sechs stärkster DSV-Springer: ?Es war ein sehr gutes Springen und Ergebnis für mich. Mit dem zweiten Sprung bin ich nicht ganz zufrieden?, sagte der Oberstdorfer. Während Späth mit der neuen Gewichtsregel ?kein Problem hat?, bedeuteten die Kontrollen des Internationalen Skiverbandes (FIS) schon am Freitag das ?Aus? für sieben Springer, darunter auch der Norweger Henning Stensrud und der Franzose Nicolas Dessum. Sie hatten die maximal erlaubte Skilänge überschritten, die sich laut einem erstmals angewandten Reglement aus dem sogenannten Body-Maß-Index (BMI) ergibt. Dieser setzt Körpergröße und Körpergewicht ins Verhältnis.

 

Hinter Späth überraschte mit Michael Neumayer ein Springer aus der ?zweiten Reihe?. Der 25-jährige vom SK Berchtesgaden war mit ?dem siebten Platz absolut zufrieden?, hatte sich maximal einen Rang unter den Top 15 ausgerechnet. Diese Ränge verfehlte Alexander Herr. Der frisch gekürte Deutsche Meister donnerte nach seinem zweiten Versuch die Sprunglatten in den saftig grünen Schanzenauslauf. ?Ich hatte im ersten Durchgang schlechte Windverhältnisse, keinen Aufwind. Beim zweiten Versuch war ich bei noch schlechteren Bedingungen chancenlos?, wetterte der Schwarzwälder (Rang 17 ) in Richtung Jury.

Der zweifache Ski-Flugweltmeister Sven Hannawald fehlte in Hinterzarten erwartungsgemäß wegen Trainingsrückstand und Nachbehandlung (Burn-Out-Syndrom), der vierfache Weltmeister Martin Schmitt hatte nach dem Probedurchgang wegen Kniebeschwerden (Steiert: ?wir wollten hier nichts riskieren?) vom Wettkampf zurückgezogen. Von den Aushängeschildern der vergangenen Jahres war nur am Schanzenauslauf die Rede. ?Wir werden immer mal informiert über den Gesundheitszustand von Hanni. Er muss erst einmal gesund werden und dann selbst entscheiden, ob er nochmals springt?, sagte Georg Späth. Und so sprachen manche Besucher des Sommer-Grand-Prix angesichts des gelungenen mannschaftlichen Auftritts von Neumayer (7.), Michael Uhrmann (?ich wäre gerne noch weiter vorne gelandet, bin aber mit meinen Sprüngen zufrieden?/12.), Ferdinand Bader (17.), Stefan Pieper (26.) und Jörg Ritzerfeld (27.) von einem sich im kommenden Winter anbahnenden Umbruch des Teams. ?Wir haben ein hochklassiges Springen gesehen, einen würdigen Sieger, unsere Mannschaft braucht sich nicht zu verstecken, das war nicht schlecht, aber die Leute der zweiten Reihe müssen noch viel, viel an sich arbeiten?, warnte Steiert vor übertriebenen Erwartungen.

?It´s Time to say good bye?, hieß es dann noch für einen großen der Skisprung-Szene. Vor großer Kulisse und würdigem Rahmen wurde Christof ?Duffi? Duffner mit der silbernen Ehrennadel des Deutschen Skiverbandes (DSV) ausgezeichnet. Der inzwischen 32-jährige vom SC Schönwald feierte 1994 mit dem Olympiasieg im Team-Wettkampf von Lillehammer seinen größten sportlichen Erfolg. Duffner, inzwischen Inhaber der Trainer-A-Lizenz, will künftig im Nachwuchsbereich als Trainer fungieren. Mit dem Team-Wettkampf am heutigen Sonntag findet der Auftaktwettbewerb (11 Uhr) in Hinterzarten seinen Abschluss. Bundestrainer Wolfgang Steiert nominierte hierfür Michael Neumayer, Michael Uhrmann, Georg Späth und Alexander Herr.

Früher als in den Jahren zuvor dürfen sich die Skisprung-Fans aus Nah und Fern in diesem Jahr auf das Stelldichein der Welt-Elite der Skispringer einstellen.

 

Bedingt durch die im Frühherbst anstehenden Olympischen Sommerspiele in Athen und die Notwendigkeit der TV-Übertragung in Hinterzarten musste der Termin im Jahr 2004 vorgezogen werden.

 

So wird der ?FIS-Sommer-Grand-Prix 2004? in diesem Jahr vom 30. Juli bis 1. August 2004 ausgetragen. Wie in der Vergangenheit gibt es wieder einen Teamwettkampf sowie die schon traditionelle Einzelkonkurrenz der Grand-Prix-Serie.

 

Aber schon die ganze Woche über ?tanzt in der Hochschwarzwaldgemeinde der Bär?. So sieht das Rahmenprogramm auch dieses Jahr ab Montag, den 26. Juli wieder die legendären Grand-Prix-Parties mit Apres-Ski-Star Hansy Vogt im Kurhaus vor. Beginn ist jeweils 19.00 Uhr. Dabei gibt es  viele Gewinnspiele, Telefon-Gimmicks und weiteren Spaß. Für Essen, Trinken und jede Menge Partymusik ist gesorgt. Selbstverständlich werden auch wieder viele Überraschungsgäste aus der Skisprungszene auf die Bühne geholt und den Fans Rede und Antwort stehen.

 

Den "Grand Prix Warm-Up" gibt es am Donnerstag, 29. Juli  im Europa-Park. Nach dem durchbrechenden Erfolg im Vorjahr wird es auch diesmal hinter dem Kurhaus wieder ein großes Beach-Volleyball-Turnier geben. Die Fahrt von Hinterzarten in den Europapark, incl. Eintrittskarte kostet 31 Euro.

 

 

Und am Samstag steht dann der Sport im Mittelpunkt des Interesses. Von 14 Uhr an gehen die weltbesten Weitenjäger erstmals über den Bakken der Adlerschanze. 

 

Ein weiteres ?Highlight? ist am Abend um 19.30 Uhr die Vergabe der aktuellen Startnummern an die ?Top 15? der Weltelite. Anschliessend wird wie in der Vergangenheit mit ?Matzepan? bis in den Morgen abgerockt.

 

Der Sonntag, 1. August beginnt mit dem ebenfalls schon legendären Schweizer Frühstück des Weltcup-Organisationskomitee aus Engelberg mit musikalischer Begleitung. 

 

 

Der Internationale Skiverband (FIS) hat zwischenzeitlich auch die Austragungsorte und Termine für den Sommer Grand-Prix 2004 festgelegt. Neben dem Auftaktwochenende in Hinterzarten vom 30. Juli bis 1. August macht der Ski-Zirkus  in Courchevel (FRA) am 7. August Station. Weitere Events sind in Zakopane (POL) 4.-5. September (Team, Einzel)., Predazzo (ITA) 8. September (Einzel), Innsbruck (AUT) 12. September geplant. Das Finale findet Ende September in Hakuba (JPN) statt.

 

Weitere aktuelle Informationen zum Sommer-Grand-Prix in Hinterzarten unter www.sommerskispringen-hinterzarten.de