01/06/06
54. Vierschanzentournee: Ahonen und Janda punktgleich Tournee-Gesamtsieger - Herr Siebter in Bischofshofen
Novum in der 54-jährigen Tourneegeschichte: Jakub Janda und Janne Ahonen haben am Dreikönigstag Skigeschichte geschrieben und mit jeweils 1081,5 Punkten erstmals gemeinsam die Gesamtwertung der 54. Vierschanzen-Tournee für sich entschieden.
Es war dies der erste tschechische Erfolg nach 35 Jahren. Der Tagessieg auf der Paul-Ausserleitner-Schanze ging allerdings an den Janne Ahonen. Der Finne erzielte mit 141 und 141,5 Metern in beiden Durchgängen die größte Weite. Damit hat Ahonen die bislang einmalige Serie von Jens Weißflog eingestellt, der als bisher einziger Springer viermal die Tournee-Gesamtwertung für sich entscheiden konnte.
Versöhnlicher Abschluss in Bischofshofen auch für die DSV-Adler. Alexander Herr segelte mit 132 und 135,5 Metern und Rang sieben zu seinem besten Saisonresultat. Michael Uhrmann kam in der Tageswertung auf den zwölften Rang, Georg Späth kam nicht über den 22. Platz hinaus.
In der Tourneegesamtwertung siegten Ahonen und Janda punktgleich vor Loekelsoy. Beste DSV-Springer sind Georg Späth und Michael Uhrmann auf den Rängen zehn und elf.
01/04/06
Bystoel gewinnt - sportliches Desaster für DSV-Adler
Lars Bystoel hat überraschend seinen ersten Weltcupsieg gefeiert. Der Norweger (264,7 Punkte) sprang im Finale von Innsbruck noch vom 5. Platz nach vorne und siegte mit nur 1,5 Punkten Vorsprung auf Jakub Janda (263,2). Der Tscheche übernahm in der Tournee-Wertung die Führung vom Finnen Janne Ahonen, der in der Tiroler Hauptstadt nicht über Rang sechs hinauskam. Janda hatte nach dem ersten Durchgang auf einem enttäuschenden 15. Platz gelegen, war im Finale aber mit der Tagesbestweite von 133 Metern noch aufs Treppchen gesprungen. Dritter wurde mit Bjoern-Einar Romoeren ein weiterer Norweger.
Die Deutschen erwischten in Österreich einen rabenschwarzen Tag. Michael Uhrmann muss nach dem dritten Springen der Vierschanzen-Tournee seine Podest-Hoffnungen endgültig begraben. Mit Ach und Krach schaffte er es ins Innsbrucker Finale, büßte aber mit Platz 24 alle Chancen in der Tournee-Wertung ein. "Ich war recht spät am Absprung, es ist schwierig für mich momentan. Es läuft nicht mehr so locker wie am Anfang der Saison. An der Spur hat es nicht gelegen, aber man kommt etwas aus dem Tritt mit so schlechten Sprüngen wie hier in der Quali. Das soll aber nicht heißen, dass ich nicht hätte besser springen können", analysierte Uhrmann sein schwaches Abschneiden.
01/01/06
Janda gewinnt Neujahrsskispringen - Uhrmann als Sechster bester DSV-Springer - Herr auf Rang 15
Der Gesamt-Weltcup-Führende Jakub Janda hat das erste Skispringen im Jahr 2006 gewonnen. Der Tscheche siegte im nicht ausverkauften Olympia-Stadion in Garmisch-Partenkirchen knapp vor dem Finnen Janne Ahonen. Michael Uhrmann war als Siebter bester DSV-Adler.An Jandas 264,7 Zähler kam Ahonen (262,2) nicht ganz heran. Riesiger Jubel entbrannte im tschechischen Lager nach dem Sieg beim wohl bekanntesten Springen der Saison. Auf Rang drei kam mit Matti Hautamäki ein weiterer Finne, der auch noch gute Siegchancen bei der 54. Vierschanzen-Tournee hat.
Die Deutschen kamen wie schon in Oberstdorf auf die Ränge 7 und 9, nur vertauschten sie dabei ihre Rolle. Diesmal war Michael Uhrmann vor Georg Späth. "Ich wollte unbedingt aufs Podium, habe deswegen unglaublich viel Risiko in den Sprung gelegt und dann war es etwas zu viel des Guten."
Alexander Herr bestätigte mit Rang 15, dass er wieder zur Weltspitze zählt. In der Tournee-Gesamtwertung machte Janda durch seinen fünften Saisonsieg Boden auf den Führenden Ahonen gut. Ahonen (533,1) hat noch kapp sechs Punkte Vorsprung auf den Tschechen (527,3), der drittplatzierte Hautamäki hat schon 15 Punkte Rückstand. Bester Deutscher ist Uhrmann (491) auf Gesamtrang sechs, Spät liegt auf Rang neun, Herr liegt auf Platz 14. Der vierfache Weltmeister Martin Schmitt war in der Qualifikation für das Neujahrs-Skispringen gescheitert.
Fortgesetzt wird die Tournee am 4. Januar mit dem "Berg-Isel-Skispringen" in Innsbruck.
12/31/05
Acht deutsche Springer für Neujahrsskispringen in Garmisch qualifiziert
Acht deutsche Springer haben sich für das traditionelle Neujahrsskispringen in Garmisch-Partenkirchen qualifiziert.
Der Japaner Noriaki Kasai stand mit 122,5 Metern die größte Weite und trifft im k.o.-Durchgang auf den Tschechen Jakub Janda, der als fix qualifizierter Springer die Qualifikation ausließ.
Mit gleicher Weite von 121 Metern wie der Finne Matti Hautamaeki sprang der Siebte des Auftaktspringens, der Oberstdorfer Georg Späth auf den dritten Rang und trifft beim Neujahrsskispringen auf den Österreicher Thomas Morgenstern.
Einen starken Eindruck hinterließen auf den Rängen acht und neun auch Michael Uhrmann (WSV Rastbüchl) und Kai Bracht (SC Oberstdorf). Alexander Herr vom ST Schonach-Rohrhardsberg schaffte mit 108 Metern ebenfalls den Sprung in den k.o.-Durchgang.
Nur Zuschauer am Neujahrstag dagegen Martin Schmitt. Der vierfache Weltmeister vom SC Furtwangen sprang bei schwierigen Bedingungen nur 106 Meter und verpasste damit das Finale der besten Fünfzig.
12/29/05
Ahonen gewinnt Auftaktspringen in Oberstdorf - Späth als Siebter bester DSV-Springer - Herr auf Rang zwölf mit Olympianorm

- Janne Ahonen (links) gewann das Auftaktspringen der 54. Vierschanzentournee. Sven Hannawald, einziger Vierfach-Sieger aller vier Einzelwettbewerbe bei einer Tournee sagte in der Allgäu-Arena leise Servus. Der Skinachwuchs der Marktgemeinde bereitete dem zweifachen Skiflug-Weltmeister ein großes Spalier.
Mannschaftlich geschlossen, jedoch nicht überragend präsentierten sich die DSV-Adler zum Auftakt der 54. Vierschanzentournee. Fünf der sieben Springer aus dem Team von Bundestrainer Peter Rohwein standen im Finale, doch zum erhofften Tagessieg auf der Schattenbergschanze reichte es nicht.
Georg Späth landete mit Weiten von 119,5 und 129 Metern auf Rang sieben und war damit bester Deutscher. Zwei Plätze dahinter der Mitfavorit auf den Tourneegesamtsieg, Michael Uhrmann vom WSV Rastbüchl.
Der Schwarzwälder Alexander Herr rundete als Zwölfter das gute Mannschaftsergebnis des DSV-Teams ab und erreichte zudem noch die Olympia-Norm für Turin. Nicht zufrieden war jedoch der vierfache Weltmeister Martin Schmitt vom SC Furtwangen. Er sprang auf Platz 24 und hatte sich nach einem Sondertraining mehr vom Tournee-Auftakt erhofft.
Der Sieg beim Auftaktspringen vor rund 25 000 Zuschauern ging an den Vorjahres-Gesamtsieger Janne Ahonen. Hinter dem Finnen kam der Norweger Roar Loekelsoj auf Platz zwei. Der dritte Stockerl-Platz ging den Weltcup-Führenden Jakub Janda aus Tschechien.
Mit Tränen in den Augen nahm Sven Hannawald endgültig Abschied vom Springer-Zirkus. Der Hinterzartener wurde für seinen vierfachen Triumph bei der 50. Tournee in der Allgäu-Arena offiziell verabschiedet.
Fortgesetzt wird die Tournee am Neujahrsskispringen in Garmisch-Partenkirchen.
Aus Oberstdorf Joachim Hahne
01/06/05
Janne Ahonen gewinnt Tournee, aber kein Vierfach-Triumph - Höllwarth Sieger in Bischofshofen - Späth auf Rang acht
Er ist gar nicht mitgesprungen und trotzdem freute er sich wie ein Schneekönig. Denn Sven Hannawald bleibt auch nach der 53. Auflage der einzige Springer der Tourneegeschichte, dem es gelang alle vier Wettbewerbe zu gewinnen.
20 000 Zuschauer am Fuße des Hochkönig sahen beim erstmals unter Flutlicht ausgetragenen Finale eine hochklassige Konkurrenz, die an Spannung und Dramatik nicht zu überbieten war.
Janne Ahonen hat zum dritten Mal nach 1999 und 2003 die Tournee gewonnen.
Dazu ein fantastischer neuer Schanzenrekord durch den Daiki Ito. Den Japaner trug es auf 143 Meter hinunter.
Und Österreich feierte Martin Höllwarth, dem es erstmals gelang in Bischofshofen ein Tournee-Skispringen zu gewinnen. Und damit vermasselte "Hölli", der Weitenjäger aus Mayerhofen in Tirol, dem Finnen Janne Ahonen den schon fast sicher geglaubten Vierfach-Triumph beim Grand-Slam der Skispringer.
Und wie erging es den deutschen Skispringern? Fünf der sechs für die Abschlusskonkurrenz Qualifizierten standen auf der Paul-Ausserleitner-Schanze im Finale. Georg Späth war auf Rang acht bester DSV-Adler. Michael Uhrmann vom WSV Rastbüchl sprang trotz Erkältung auf den 13. Platz.
Der Oberhofer Jörg Ritzerfeld wurde 21. Die beiden Baden-Württemberger, Maximilian Mechler aus Isny sowie der Schonacher Alexander Herr kamen auf die Ränge 24 und 25.
01/03/05
Sieger beim Berg-Isel-Springen: Ahonen wer sonst?! - Martin Schmitt auf Rang sieben - Uhrmann Achter - Herr k.o.
Von vielen schon abgeschrieben, meldete sich Martin Schmitt in der Windlotterie von Innsbruck in die Weltelite zurück. Mit Weiten von 117 und 119,5 Metern, wenn auch etwas von den guten Bedingungen begünstigt, segelte der 4-fache Weltmeister auf den siebten Rang, erreichte damit sein bestes Saison-Resultat.
Martin Schmitt war damit nicht nur bester deutscher Skispringer. Der Befreiungsschlag am geschichtsträchtigen Berg Isel ist gleichbedeutend mit der halben WM-Qualifikation für Oberstdorf.
Einen Rang dahinter war Michael Uhrmann als Achter zweitbester DSV-Adler. Doch der Bayer büßte damit wichtige Zähler im Kampf um die Gesamtwertung ein.
Kein Glück mit den Bedingungen hatte Georg Späth, der nach dem 17 Platz auf der Olympiaschanze auch in der Gesamtwertung weiter abrutschte.
Von den insgesamt sechs qualifizierten DSV-Springern waren im k.o-Durchgang bereits Stephan Hocke und Maximilian Mechler gescheitert.
Weiter nach unten geht dagegen die Formkurve von Alexander Herr. Nach seinem glänzenden Saisonauftakt in Kuusamo mit Rang zwei verpasste der Weitenjäger vom ST Schonach-Rohrhardsberg nach seinem ?Aus? in Oberstdorf auch in Innsbruck das Finale der besten Dreißig.
Ob Seitenwind, Aufwind oder Rückenwind: Einem ist völlig egal. Nach Sprüngen auf 128,5 und 120 Meter war Janne Ahonen auch beim dritten Tournee-Wettbewerb nicht zu schlagen.
Dahinter flogen der Pole Adam Malysz und der Tscheche Jakub Janda auf die weiteren Stockerlplätze.
Im Kampf um die Tournee-Gesamtwertung zweifelt inzwischen niemand mehr am dritten Tournee-Gesamtsieg von Janne Ahonen. Nach seinen Erfolgen 1999 und 2003 kann sich der Finne beim Finale in Bischofshofen nur noch selbst schlagen.
Ein vierter Erfolg in Serie für Ahonen vorausgesetzt, der historische Sieg von Sven Hannawald, der am Dreikönigstag 2002 als erster Skispringer alle vier Wettbewerbe gewann, wäre dann endgültig Geschichte.
Die Chancen von Adam Malysz und Thomas Morgenstern auf den Gesamtsieg sind bei fast 50 Punkten Rückstand nur noch theoretischer Natur. Bester DSV-Adler auf Rang sieben Michael Uhrmann.
Vom Bergisel-Skispringen, Joachim Hahne
01/01/05
Ahonen gewinnt Neujahrsskispringen - Späth Dritter - Uhrmann Fünfter

- Aufwärtstrend beim DSV: Georg Späth wurde in Garmisch-Partenkirchen ausgezeichneter Dritter - Sieger wie in Oberstdorf der Finne Janne Ahonen, links davon der zweitplatzierte Österreicher Thomas Morgenstern. Martin Schmitt flog mit Rang 27 erstmals in dieser Saison in die Punkteränge. Leerer Blick dagegen beim Michael Mölllinger. Der Skispringer aus Titisee-Neustadt war Martin Schmitt im k.o-Durchgang denkbar knapp mit 0,4 Zählern unterlegen.
Neues Jahr, neues Glück. Nach dem missglückten Auftakt in Oberstdorf meldeten sich die DSV-Adler beim traditionellen Neujahrsskispringen in Garmisch-Partenkirchen eindrucksvoll in der Weltelite zurück.
Wie im Vorjahr sprang Georg Späth auf der großen Olympiaschanze wiederum auf den dritten Rang. Ausgezeichneter Fünfter wurde Michael Uhrmann (WSV Rastbüchl).
Eine Klasse für sich am Neujahrstag aber erneut Janne Ahonen. Zehn Springen, neun Siege, wer soll den schweigsamen Finnen in dieser Saison noch schlagen?
Dies fragten sich die knapp 20000 Zuschauer und auch die Konkurrenz. Denn hinter Ahonen blieben dem Österreicher Thomas Morgestern und Georg Späth nur die weiteren Ehrenränge.
Aufwärtstrend aber auch bei den Schwarzwälder Skispringern. Alexander Herr und Martin Schmitt in Oberstdorf noch im k.o-Durchgang gescheitert, kamen beim Neujahrsskispringen auf die Ränge 22 und 27.
Mit zwei Siegen führt Janne Ahonen bei Halbzeit der Tournee auch souverän die Gesamtwertung an. Zweiter ist hier ebenfalls der Österreicher Thomas Morgenstern, vor dem Norweger Roar Loekelsoy.
Bester DSV-Adler nach zwei Springen Michael Uhrmann als Sechster. Georg Späth ist jetzt Zehnter.
Fortgesetzt wird die Tournee am 3. Januar mit dem traditionellen Berg-Isel-skispringen in Innsbruck.
Aus Garmisch-Partenkirchen Joachim Hahne
12/29/04
53. Vierschanzen-Tournee 2004-05
Janne Ahonen ist auch zum Auftakt der 53. Vierschanzentournee das Maß aller Dinge. Der schweigsame Finne dominierte auf der Schattenbergschanze vor 25 000 Zuschauern in der Allgäu-Arena von Oberstdorf.
Der Weltcup-Führende sprang 127 und 133,5 Meter und verwies den Norweger Roar Loekelsoy, der mit 140 Meter im zweiten Durchgang die größte Weite erzielte, auf Rang zwei.
Dritter wurde der mehrfache Weltcup-Gesamtsieger Adam Malysz aus Polen.
Ernüchterung im Lager der in früheren Jahren erfolgsverwöhnten deutschen Mannschaft. Von den 12 qualifizierten Springern, erreichten nur sechs das Finale der besten Dreißig.
Und auch der von Bundestrainer Peter Rohwein erhoffte Stockerlplatz blieb aus. Immerhin: Michael Uhrmann aus Rastbüchl steigerte sich nach Platz 14 im K.o-Durchgang und wurde als bester Deutscher Achter.
Die weiteren Platzierungen: Michael Neumeyer /16, Maximillian Mechler 19.
Enttäuschend verlief der Tournee-Auftakt für die beiden Schwarzwälder Skispringer.
Der vierfache Weltmeister Martin Schmitt scheiterte bereits im k.o-Durchgang und landete auf Rang 49, dem vorletzten Platz.
Nicht viel besser lief es für Alexander Herr. Beim Weltcup-Auftakt im finnischen Kuusamo noch sensationeller Zweiter, kam der Skispringer vom ST Schonach-Rohrhardsberg auf der Schattenbergschanze nicht über den 44. Rang hinaus, verpasste erstmals ins dieser Saison mit einem zu späten Absprung vom Schanzentisch erstmals das Finale der besten Dreißig.
Fortgesetzt wird die Tournee mit dem Neujahrs-Skispringen in Garmisch-Partenkirchen
Aus Oberstdorf, Joachim Hahne
11/28/03
52. Vierschanzentournee 2003/04
12/28/02
Der RTL-Live-Ticker

- Freud und Leid - die 52. Vierschanzen-Tournee ist Geschichte: Der Norweger Sigurd Pettersen hat mit drei Einzelerfolgen den Grand-Slam der Skispringer für sich entschieden. Als Gesamtsechster sprang Georg Späth (Oberstdorf) eine hervorragende Tournee. Nicht zufrieden war der Hinterzartener Sven Hannawald, der noch vor zwei Jahren auf dem obersten Stockerl stand. So stand für den neuen Bundestrainer am Ende ein gutes Mannschaftsergebnis, aber erstmals blieben die erfolgsverwöhnten DSV-Adler ohne Einzelsieg.
01/06/04
Pettersen siegt auch in Bischofshofen und holt nach drei Einzelerfolgen auch Tourneewertung
Sigurd Pettersen gewinnt nach drei Einzelerfolgen auch die Gesamtwertung der 52. Vierschanzentournee. Rang zwei ging an den Österreicher Martin Höllwarth, vor Petr Zonta, der Dritter wurde. Mit Tränen in den Augen genoß der neue Überflieger aus Norwegen bei der Siegerehrung in Bischofshofen das Bad in der Menge.
Von seinen Teamgefährten wurde Pettersen, der den ersten Sieg für Norwegen seit zehn Jahren einfuhr (Espen Bredesen) im Auslauf der Schanze mehrmals jubelnd nach oben geworfen. "Ich bin in die Tournee gegangen, ohne mir etwas auszurechnen. Jetzt ist es natürlich doppelt schön", freute sich der 26-jährige Vikkinger. Angenhemer Nebeneffekt: Pettersen durfte den Fahrzeugschlüssel für einen nagelneuen Nissan im Wert von 33 000 Euro in Empfang nehmen.
Ich bin zufrieden mit der geschlossenen Mannschaftsleistung. Leider habe ich Martin Schmitt und Sven Hannawald nicht in Hochform zur Tournee gebracht", gab sich Bundestrainer Wolfgang Steiert selbstkritisch. Sven Hannawald fehlte es an der mentalen Stärke.
Es war keine Windlotterie und trotzdem spielte der Wind die entscheidende Rolle. Sigurd Pettersen, derzeit in der Form seines Lebens siegte am "Leideregg" zu Bischofshofen auch zum Abschluß der 52. Vierschanzentournee. Der Norweger verwies den Slowenen Petr Zonta und den Finnen Janne Ahonen auf die weiteren Ehrenplätze.
Vor 25 000 Zuschauern auf der Paul-Außerleitner-Schanze sprang Georg Späth als Sechster (257,2) erneut in die Weltelite und war damit zugleich bester DSV-Springer. "Es waren wunderschöne Tage für mich. Die ganze Tournee war schön. Es ist sehr, sehr schön zur Weltspitze zu gehören", freute sich der 22-jährige Senkrechtstarter aus dem Allgäu.
Der Oberstdorfer kam auf den fünften Platz. Michael Uhrmann wurde beim Tournee-Finale guter Neunter, Youngster Maxi Mechler belegte den 14. Rang der Tageswertung. Martin Schmitt erreichte als 15. sein bestes Tournee-Ergebnis, während der Sieger von von vor zwei Jahren, Sven Hannawald nur den enttäuschenden 22. Platz erreichte.
Ich wäre natürlich gern auch bei der Tournee auf dem Podest gestanden, aber insgesamt bin ich zufrieden", freute sich der Bayer Michael Uhrmann. "Nein, zu wenig habe ich sicher nicht trainiert, vielleicht haben wir im Sommer etwas zu viel gemacht", bilanzierte der vierfache Weltmeister die für ihn insgesamt enttäuschende Tournee.
Enttäuschend verlief das Tournee-Finale für zwei andere DSV-Adler. Alexander Herr hatte nach Innsbruck mit einer zu kurzen Weite von nur 104,5 Metern auch in Bischofshofen die Wettkampfteilnahme in der Qualifikation verspielt.
01/06/04
Bischofshofen: Sechs DSV-Adler im Finale - Morgenstern im 1. DG mit Bestweite
Sechs deutsche Skispringer stehen beim Finalwettbewerb der 52. Vierschanzentournee im Finale. Aussichtsreichster DSV-Springer ist nach dem ersten Durchgang in Bischofshofen Georg Späth auf Rang sechs. Uhrmann (8:), Mechler (12.) und Schmitt (16.) vervollständigen das gute deutsche Mannschaftsergebenis.
Auf der Paul-Außerleitner-Schanze stand der Österreicher Thomas Morgenstern mit 138 Metern die größte Weite im ersten Durchgang. Der Finne Matti Hautamäki (134,5) und Innsbruck-Sieger Petr Zonta (134) liegen schon deutlich zurück in der Verfolgerrolle.
Sigurd Pettersen, Führender der Gesamtwertung, wahrte mit Rang vier nach Runde eins seine guten Chancen auf den "Grand-Slam".
01/05/04
Schneefall verhindert Qualifikation in Bischofshofen - Neuer Versuch an Dreikönig
Starker Schneefall verhinderte am Montag das Qualifikationsskispringen auf der Pau-Ausserleitner-Schanze zum letzten Wettbewerb der 52. Vierschanzentournee. Die Witterung in Bischofshofen machte den Organisatoren und Athleten einen Strich durch die Rechnung. Die Quali wurde abgesagt. Neuer Termin: Dienstag um 12.00 Uhr vor dem letzten -Tournee-Springen. Sollte auch dieser Versuch scheitern können alle Athleten den ersten Durchgang bestreiten, ein k.O-Durchgang wäre dann aber nicht möglich.
01/04/04
Zonta gewinnt Berg-Isel-Springen - Hannwald Neunter
Aufatmen bei Sven Hannawald: Der 29-Jährige bleibt der Einzige, der bei einer Tournee alle vier Springen in Serie gewann. Denn mit Petr Zonta durchbrach ein Springer die Serie von Sigurd Pettersen, der in Innsbruck "nur" Vierter wurde.
Vor 21.000 Zuschauern im Hexenkessel "Bergisel" lag der Slowene nach dem ersten Durchgang mit 128,0 m lediglich auf dem achten Platz, bei verkürztem Anlauf im zweiten Durchgang stand er mit 128,5 m den weitesten Satz und feierte den ersten Weltcup-Sieg in seiner Karriere.
Hinter dem Überraschungssieger landete der Finne Veli-Matti Lindström mit 253,9 Punkten (126,5 m/124,0m). Dritter wurde Titelverteidiger Janne Ahonen, der mit Weiten von 132,5 m und 121,0 m lediglich 0,1 Zähler hinter seinem Landsmann lag.
Und wie ging´s den DSV-Adlern? In der deutschen Mannschaft war von einem Siegspringer nichts zu sehen, dafür überzeugte sie mit einem guten Mannschaftsergebnis.
Als bester DSV-Adler belegte Sven Hannawald mit 244,4 Punkten (128,0/117,5) den neunten Platz. "Der heutige Tag gibt mir Auftrieb. Es sind sicher noch keine Top-Weiten drin, aber das Gefühl kommt wieder. Es fehlt nicht mehr viel zum alten Fluggefühl, peu a peu geht's vorwärts. Die Muskulatur ist gut, es liegt eher am Kopf.
Vielleicht habe ich die Dämpfer nach Weihnachten noch nicht verarbeitet. Ich hab mich hier aber auf jeden Fall viel wohler gefühlt als in Oberstdorf oder Garmisch-Partenkirchen. Ich freue mich auf Bischofshofen und bin gespannt, wie sie die Schanze verändert haben", sagte ein erleichterter Skiflug-Weltmeister.
01/03/04
Sechs DSV-Adler fliegen am Berg Isel - Späth und Uhrmann weiter Spitze
Janne Ahonen war in der Qualifikation für das "Berg-Isel-Skispringen" mit einem Satz auf 129,5 Meter das Maß aller Dinge. Bester von insgesamt sechs für den Wettkampf am Sonntag (13.45 Uhr/live in RTL) qualifizierten DSV-Adlern war der Oberstdorfer Georg Späth auf Platz sechs.
Mit mehr Anlauf als Ahonen segelte der Gesamt-Dritte auf 126 Meter. Der vorqualifizierte Sven Hannawald verzichtete erneut auf die Qualifikation und trifft damit im K.o.-Duell wieder auf Sieger Ahonen.
Neben Späth und Hannawald gehören auch Michael Uhrmann (123,5), Martin Schmitt (119,5), Geburtstagskind Maximilian Mechler (119) und Stephan Hocke (114) in Innsbruck zu den Top 50.
Der Oberhofer Jörg Ritzerfeld (106,5) und Alexander Herr (ST Schonach-Rohrhardsberg/103,5) schieden nach schwachen Sprüngen aus.
01/01/04
Georg Späth segelt auf´s Podest - Pettersen gewinnt auch Neujahrsskispringen
Über 35 000 Zuschauer an der großen Olympiaschanze von Garmisch-Partenkirchen sahen ein spektakuläres und hochklassiges Neujahrsskispringen und eine starke Mannschaftsleistung der DSV-Skispringer.
Allen voran Georg Späth. Der Oberstdorfer segelte nach Rang sieben in Oberstdorf mit dem dritten Rang (120,5 und 118,5 Metern) erstmals in seiner noch jungen Sportlerlaufbahn auf´s Podest. Der Tagessieg am Neujahrstag ging aber wiederum an Sigurd Pettersen. Der 23-jährige Norweger stand mit 123 und 120 Metern in beiden Durchgängen die größte Weite. Zweiter wurde der Österreicher Martin Höllwarth.
Das beste Mannschaftsergebnis des laufenden Weltcup-Winters war wie in Befreiungsschlag für den neuen Bundestrainer Wolfgang Steiert. Michael Uhrmann bestätigte mit Rang sieben erneut seine Zugehörigkeit zur Weltspitze. Sven Hannawald verbesserte sich im zweiten Durchgang noch auf den neunten Schlußrang.
Nachwuchshoffnung Maximillian Mechler sorgte als Zwölfter für weitere Glücksgefühle im Team des Deutschen Skiverbandes. Der vierfache Weltmeister Martin Schmitt springt zwar immer noch seiner Bestform hinterher, aber mit Rang 23 verbesserte er immerhin sein Ergebnis von Oberstdorf (27.). Weltcuppunkte sammelten auf den Rängen 28 und 29 auch Jörg Ritzerfeld und Alexander Herr.
In der Tourneegesamtwertung führt Pettersen mit 549 Punkten, vor Höllwarth mit 522 Punkten. In der Verfolger-Rolle dann zwei DSV-Springer. Neuer Dritter nun Georg Späth mit 510 Punkten, vor Michael Uhrmann mit 506,5 Punkten. Sven Hannawald liegt auf Rang zwölf, allerdings ohne jede echte Chance noch um den Tournee-Gesamtsieg eingreifen zu können.
Fortgesetzt wird die 52. Springer-Tournee am 4. Januar mit dem "Berg-Isel-Skispringen" in Innsbruck (live ab 13.45 Uhr in RTL).
01/01/04
Alle Sieben DSV-Adler im Finale.
Glänzender Auftakt für die deutschen Ski-Adler. Beim traditionellen Neujahrs-Skispringen haben nach dem K.o-Durchgang alle sieben Springer den Finaldurchgang erreicht.
In Führung wie beim Auftakt in Oberstdorf der Norweger Sigurd Pettersen, der mit 123 Metern die größte Weite des ersten Durchgangs stand. Für die Überraschung der ersten Runde sorgte Georg Späth, der mit 120,5 Metern die zweitgrößte Weite sprang.
In Lauerstellung befindet sich Michael Uhrmann auf Rang sechs. Sven Hannawald und Martina Schmitt liegen nach dem ersten Durchgang auf den Rängen 12 und 14.
12/31/03
Neujahrs-Skispringen: Hannawald vs Ahonen
Sieben DSV-Springer bestreiten am Neujahrstag in Garmisch-Partenkirchen das Neujahrs-Skispringen. Einzig der Oberhofer Stephan Hocke (Rang 53 der Qualifikation) wird das erste Event im Jahr 2004 nur als Zuschauer miterleben.
Mit einer Weite von 114,5 Metern konnte Michael Uhrmann als Siebter der Qualifikation erneut überzeugen. Noch weiter trug es den Oberstdorfer Georg Späth hinab, der sogar 120 Meter stand, wegen der fehlenden Telemark-Landung aber schlechtere Haltungsnoten erhielt und somit nur Rang 17 der Qualifikation erreichte.
Weiter seiner Form hinterher läuft Sven Hannawald. Der Vorjahreszweite der Tournee-Gesamtwertung verzichtete nach zwei schwachen Sprüngen im Training als "gesetzter Springer" auf den Quali-Sprung. Dies hat zur Folge, dass der Hinterzartener beim Neujahrs-Skispringen im K.O-Sprung auf den Finnen Janne Ahonen trifft, der mit 123,5 Metern die größte Weite der Qualifikation stand.
Wenn auch mit durchwachsener Leistung hat auch Martin Schmitt (Rang 31) mit einer Weite von 112 Metern den Sprung ins Feld der besten Fünfzig geschafft. Gleiches gilt für einen weiteren Schwarzwälder: Alexander Herr (ST Schonach-Rohrhardsberg) ist ebenfalls auf der großen Olympiaschanze mit von der Partie.
"Es war eine sehr durchwachsene Qualifikation. Zuletzt waren wir immer in der Quali stark, vielleicht können wir es uns diesmal im Wettkampf steigern", bilanzierte Bundestrainer Wolfgang Steiert nüchtern.
12/29/03
Pettersen siegt in Oberstdorf mit Schanzenrekord - Michael Uhrmann Vierter - Sven Hannawald springt auf Platz 18
aus Oberstdorf Joachim Hahne
Fünfmal kam der Auftaktsieger der Vierschanzen-Tournee zuletzt aus dem Lager des Deutschen Skiverbandes (DSV). Beim ersten Wettbewerb der 52. Tournee ging diese Serie zu Ende. Vor 25 000 Zuschauern in der ausverkauften "Allgäu-Arena" gewann Sigurd Pettersen mit neuem im zweiten Durchgang gesprungenen Schanzenrekord von 143,5 Metern. Rang zwei ging an den noch zum Saisonauftakt in Kuusamo schwer gestürzten Österreicher Thomas Morgenstern und dessen Landsmann Martin Höllwarth.
Zwar landete Tournee-Mitfavorit Sven Hannwald (Hinterzarten) auf Rang 18 genauso im geschlagenen Feld, wie dessen Teamkollege, der vierfache Weltmeister Martin Schmitt (SC Furtwangen), der über Platz 27 nicht hinaus kam oder auch der mehrfache Weltcup-Gesamtsieger Adam Malysz, der als Neunter zum Auftakt wichtige Zähler im Hinblick auf die Gesamtwertung einbüßte.
Trotzdem durfte Bundestrainer Wolfgang Steiert zufrieden sein. Denn mit Michael Uhrmann (WSV Rastbüchl) als Vierter schrammte der beste DSV-Adler nur um 1,2 Zähler an einem Stockerl-Platz vorbei. Ausgezeichneter Siebter wurde Lokalmatador Georg Späth (SC Oberstdorf).
Insgesamt hatten sieben der acht DSV-Weitenjäger das Finale der besten Dreißig erreicht. Stephan Hocke (Oberhof) sprang auf den 22. Rang, während Alexander Herr vom ST Schonach-Rohrhardsberg auf Platz 24 nicht an die gute Vorstellung in der Qualifikation anknüpfen konnte.
Am Dienstag ist Ruhe- und Reisetag. Fortgesetzt wird der "Grand-Slam der Skispringer" an Silvester mit der Qualifikation, der Neujahrstag auf der Olympiaschanze von Garmisch-Partenkirchen das Neujahrsskispringen folgt.(Beginn ist jeweils um 13.45 Uhr).
12/28/03
Alle DSV-Adler qualifiziert
Alle acht DSV-Springer haben sich für den Auftakt-Wettbewerb der 52. Vierschanzen-Tournee qualifiziert. Mit der zweitgrößten Weite von 132,5 Metern meldete sich der vierfache Weltmeister Martin Schmitt in der Weltelite zurück.
01/06/03
Sven Hannawald Zweiter - Ahonen gewinnt Tourneegesamtwertung
Gold für Janne Ahonen, Silber für Sven Hannawald und Bronze für Adam Malysz. Die Würfel bei der 51. Vierschanzentournee sind gefallen.
Sturz beim Neujahrs-Skispringen in Garmisch-Partenkirchen. Am Ende hatte sich mit dem schweigsamen Janne Ahonen der beständigste Springer aller vier Konkurrenzen durchgesetzt.
Einen Audi Allrad Quattro gab´s also für den Finnen. Aber auch der enttrohnte Titelverteidiger Sven Hannawald durfte nach langer Verletzungspause mit dem Tourneeverlauf mehr als zufrieden sein. Zweiter im Gesamtklassement und gleichfalls Rang zwei beim Abschlußwettbewerb waren für Hanni weit mehr als ein Achtungserfolg.
30 000 Schweizer Franken an Preisgeld durfte der Überraschungssieger von Bischofshofen, der Norweger Björn Einar Romoeren einstreichen.
Der neue König der Lüfte heisst Janne Ahonen. Immerhin: In der Tageswertung von Bischofshofen landete Ahonen als Vierter hinter Sven Hannawald. Denn gemeinsam mit dem jungen Österreicher Andreas Kofler sprang der 28jährige Hinterzartener punktgleich auf den zweiten Rang.
Für die Riesen-Sensation beim Finale aber sorgte ein Norweger. Björn Einar Romoeren sicherte sich auf der Paul-Ausserleiterschanze den Tagessieg und durfte sich zusätzlich über 30 000 Schweizer Franken Preisgeld freuen.
Georg Späth, nach dem ersten Durchgang sogar noch Fünfter, erreichte mit Rang zwölf sein bislang bestes Weltcup-Resultat. Martin Schmitt vom SC Furtwangen sprang auf den 21. Rang. Team-Olympia-Sieger Christof Duffner hatte das Finale der besten dreißig verpasst.
01/05/03
Wetterkapriolen am Fuße des Hochkönig
Wetterkapriolen am Fuße des Hochkönig. Ausgerechnet vor dem Finale auf der Paul-Ausserleitner-Schanze spielte der Wettergott den Skispringern einen Streich.
Unterbruch, Anlaufverlängerung, Verkürzung, Verlängerung.
Um 15.40 Uhr war bei FIS-Race-Direktor Walter Hofer Schicht angesagt.
Nach Schneefall und zahlreichen Problemen wurde die Qualifikation endgültig abgebrochen.
Statt Probedurchgang und Ko-Sprung gibt es morgen für die 85 Springer eine Qualifikation. Daran schließt sich an das Finale der Besten 30.
Und dort hofft Sven Hannawald nach seinem gelungenen Trainingssprung darauf, zumindest Rang zwei der Gesamtwertung verteidigen zu können.
01/04/03
Hannawald kann Tournee-Gesamtsieg noch schaffen
Wieder einmal sind am Berg Isel die Würfel gefallen. Mit einer "Bombe" von 117,5 Metern Rang 15 auf Position vier nach vorne. Doch die Tournee-Gesamtwerung dürfte für den Titelverteidiger kein Thema mehr sein.
Denn mit seinem Sieg beim Berg-Isel-Skispringen baute der schweigsame Finne Janne Ahonen seine Führung der Tournee-Gesamtwertung weiter aus.
Zur Freude der österreichischen Fans unter den 22 000 Zuschauern im restlos ausverkauften "Berg-Isel-Skistadion gingen die Ränge zwei und drei an Florian Liegl und den Weltcup-Führenden Martin Höllwarth.
Der mehrfache Weltmeister Martin Schmitt (SC Furtwangen) verbesserte sich auf Rang neun der Tageswertung.
Der haushohe Favorit auf den Tournee-Sieg 2003 heisst Janne Ahonen. Nach menschlichem Ermessen dürfte dem schweigsamen Finnen der zweite Tournee-Gesamtsieg nach 1999 nur noch schwer zu nehmen sein.
Umgerechnet etwa 16 Meter Rückstand dürfen auch für den zweitplatzierten Sven Hannawald zu viel, um tatsächlich noch in die Entscheidung um den Tourneegesamtsieg eingreifen zu können.
Aber aufgepasst: Am Bischofshofener Leideregg wurde 1999 den Finnen das bereits sicher geglaubte Mannschaftsgold von den Deutschen entrissen.
Und in Lillehammer, fünf Jahre zuvor hatten die Japaner das Edelmetall schon in der Hand, um am Ende noch von deutschen Adlern übertrumpht zu werden.
01/03/03
Sonnenschein und Wind am Berg Isel
Martin Schmitt zeigte sich von seinem "Aus" beim Neujahrsskispringen gut erholt. Der vierfache Weltmeister erreichte in der Qualifikation mit 113 Metern die drittgrößte Weite und trifft im K.o-Durchgang auf den Slowenen Petr Zonta. Sven Hannawald blieb seinem Motto treu die Qualifikation erneut auszulassen. Der 28-jährige Hinterzartener trifft morgen im ersten Wertungsdurchgang auf den Sieger der Qualifikation, den Österreicher Thurnbichler.
Interessant auch das österreichische Duell Andreas Goldberger gegen Andreas Widhölzl. Die Paarungen der anderen deutschen Springer. Georg Späth (Oberstdorf) trifft auf den Finnen Artur Leppi. Stefan Pieper (SK Winterberg) hat mit dem Norweger Peddersen eine "harte Nuß" zu knacken. Und Michael Uhrmann (Rastbüchl) müssen schon "Flügel wachsen" will er den Tournee-Führenden Finnen Janne Ahonen aus dem Rennen werfen.
Nicht dabei beim traditionellen Berg-Isel-Springen am morgigen Samstag Maximillian Mechler (WSV Isny/ARGE SBW) und Stephan Hocke. Auch Team-Olympiasieger Christof Duffner (SC Schönwald/ARGE SBW) hatte sich das Abschneiden bei der Tournee anders vorgestellt. Nach langer Verletzungspause (Armbruch) kam der Schwarzwälder nicht richtig in Fahrt und 104 Meter waren zu wenig um den ersten K.o.-Durchgang zu erreichen.
01/01/03
Hannis Siegesserie durch Sturz beendet
Nein! Der Neujahrstag 2003 war nicht der Tag der Deutschen. Mit einem Sturz im zweiten Durchgang verbaute sich Sven Hannawald selbst alle Chancen auf den Tagessieg. Der Hinterzartener stürzte bei der Aufholjagd bei 124 Metern und wurde am Ende als Zwölfter bester Deutscher.
Nur drei weitere DSV-Springer hatten das Finale erreicht. Michael Uhrmann, Georg Späth und Jörg Ritzerfeld kamen jedoch über die Ränge 26, 28 und 30 nicht hinaus. Martin Schmitt war schon im K.o-Durchgang gescheitert, genauso wie die anderen Schwarzwälder Christof Duffner und Michael Möllinger.
Der Sieger des Neujahrs-Skispringen vor 30 000 Zuschauern aber heisst Primoz Peterka. Mit Start-Nr 13 segelte der zweimalige Weltcup-Gesamtsieger zum Sieg. Punktgleich kamen der Pole Adam Malysz und der Österreicher Andreas Goldberger auf Rang zwei.
Ahonen, Hannawald, Höllwarth gestürzt. Das Neujahrsskispringen 2003 hatte es in sich und wird als "Sturzfestival in die Tourneegeschichte eingehen.
Mit 14,9 Punkten Rückstand auf den in der Gesamtwertung führenden Finnen Janne Ahonen darf sich der Hinterzartener trotzdem noch Hoffnungen auf eine Wiederholung des Tournee-Gesamtsieges machen.
Fortgesetzt wird die Tournee am 4. Januar mit dem Berg-Isel-Springen in Innsbruck.
Elf DSV-Springer für Neujahrsskipringen qualifiziert
Sven Hannawald bleibt seiner Tradition treu. Bereits zum sechsten Mal in Folge ließ der 28-jährige Weitenjäger eine Qualifikation sausen. Aufgrund seiner Punkte ist "Hanni" aber gesetzt und morgen beim Neujahrsskispringen in Garmisch-Partenkirchen ebenso mit von der Partie zehn weitere DSV-Adler.
Hannawald trifft im ersten K.o.-Durchgang auf den jungen österreichischen Nachwuchsadler Thomas Morgenstern (SC Villach), der die Qualifikation für sich entschieden hatte.
Und es kommt auf der Olympiaschanze zu einem weiteren deutsch-österreichischen Duell. Doppelweltmeister Martin Schmitt trifft auf den Weltcup-Führenden Martin Höllwarth (SC Mayrhofen).
Von den "Schwarzwälder Adlern" haben sich ausserdem noch Team-Olympia-Sieger Christof Duffner (SC Schönwald) und Michael Möllinger (SC Hinterzarten) qualifiziert.
Das Neujahrskispringen beginnt um 13.45 Uhr und wird hier im Ticker sowie bei RTL übertragen.
12/29/02
Sven Hannawald siegt und jubelt weiter...
Die Flugshow des Sven Hannawald bei der Vierschanzen-Tournee geht weiter. Der Titelverteidiger gewann mit Sprüngen von 125,5 und 119,0 Metern den Auftaktwettbewerb auf der Schattenberg-Schanze in Oberstdorf.
Der Hinterzartener siegte nach seinem Triumph 2001/2002 zum fünften Mal in Serie bei einem Tournee-Springen. Dies war in der Geschichte der Veranstaltung bisher nur dem Thüringer Olympiasieger Helmut Recknagel mit zwei Erfolgen 1957/58 und drei Siegen 1958/59 gelungen. Hannawald verwies den Österreicher Martin Höllwarth und den Finnen Janne Ahonen auf die weiteren "Stockerl-Plätze".
Doppel-Weltmeister Martin Schmitt, der in Oberstdorf bereits drei Mal gewonnen hatte, meldete sich als ausgezeichneter Vierter endgültig in der Weltelite zurück.
Aber auch die Vorstellung der restlichen DSV-Adler konnte sich sehen lassen. Für Michael Uhrmann (15.), Georg Späth (19.), Stefan Pieper. Stephan Hocke, und Dirk Else gab es ebenfalls noch Weltcup-Punkte.
Die Tournee wird am Neujahrstag mit dem Neujahrsskipringen (Beginn 13.45 Uhr) in Garmisch-Partenkirchen fortgesetzt. Bereits an Silvester gibts die Qualifikation.
12/28/02
13 DSV-Adler für Auftaktspringen qualifiziert
Roar Loekelsoy gewann am Samstag die Qualifikation für das Auftakt-Skispringen der 51. Vierschanzen-Tournee in Oberstdorf. Der Norweger trifft im K.o.-Durchgang auf Titelverteidiger Sven Hannawald. Der Hinterzartener hatte die Qualifikation wie im Vorjahr ausgelassen.
Nach dem es wegen des Dauerregens lange nicht nach einer Durchführung der Qualifikation ausgesehen hatte, erlebten die Skifans im Schattenberg-Skistadion dann doch noch einen fairen Wettbewerb. Erfreulich: Im Feld der 50 qualifizierten Athleten stehen insgesamt 13 deutsche Skispringer. Darunter auch die Schwarzwälder Adler Alexander Herr, Christof Duffner und Michael Möllinger.
Martin Schmitt stand mit 112,5 Metern die zweitgrößte Weite. Der Doppelweltmeister vom SC Furtwangen trifft am Samstag auf den Finnen Akseli Kokkonen. Christof Duffner bekommt es im K.o-Durchgang mit dem Österreicher Andreas Goldberger zu tun.
12/26/02
Skispringen: Fünf Schwarzwälder auf Tournee
Neben Titelverteidiger Sven Hannawald (SC Hinterzarten) stehen vier weitere Athleten des Skiverband Schwarzwald e.V. im 18-köpfigen Aufgebot für die 51. Vierschanzentournee (28. Dezember 2002 bis 6. Januar 2003. Martin Schmitt (SC Furtwangen), Christof Duffner (SC Schönwald), Alexander Herr, Daniel Klausmann(ST Schonach-Rohrhardsberg) sowie Michael Möllinger (SC Hinterzarten) ergänzen das Aufgebot des Deutschen Skiverbandes (DSV).
Am 28. Dezember gibt es auf der Oberstdorfer Schattenbergschanze die Qualifikation. Das Auftaktskispringen findet einen Tag später an gleicher Stelle statt. Beginn ist 13.45 Uhr.
12/15/02
Hannawald überrascht mit Rang vier - 3-facher Triumph für Österreich
Ob es an der Schanze liegt, an der überragenden Stimmung oder am Heimvorteil- die Bedingungen in Titisee-Neustadt scheinen den Vorjahressieger der Vierschanzentournee zu beflügeln. Mit einem Sprung im Finale über 132,0 m meldete sich Sven Hannawald an der Weltspitze zurück und landete damit auf dem 4. Platz.
Insgesamt dominierten jedoch die österreichischen Skispringer den zweiten Wettkampf von auf der Hochfirstschanze.
Martin Höllwarth, der sich bereits gestern in einer Topform zeigte, landete auch beim heutigen Springen den weitesten Sprung. Bei 137,5m im Finale setzte der Österreicher seinen Telemark und sorgte damit für seinen zweiten Weltcupsieg an diesem Wochenende.
Sein Teamkollege, Publikumsliebling Andreas Goldberger, nach dem ersten Durchgang bereits auf Rang 3, verbesserte sich durch einen Sprung über 133,5m auf den 2. Platz, vor dem dritten Österreicher Andreas Kofler, 132m. Den Erfolg der österreichischen Mannschaft rundete Reinhard Schwarzenberger mit dem 8. Platz ab.
Michael Uhrmann konnte mit seinem 13. Rang beim heutigen Springen seinen fünften Rang in der Weltcup-Gesamtwertung behaupten. Weitere Weltcuppunkte sammelte auch Olympiamedaillengewinner Stephan Hocke mit seinem 22. Platz. Auf Platz 23 landete Teamweltmeister Alexander Herr vor dem Oberstdorfer Georg Späth.
Einen Wechsel gab es in der Weltcup-Gesamtwertung. Mit seinen beiden Siegen löste Martin Höllwarth den Norweger Sigurd Pettersen, der sich nicht für das Finale qualifizieren konnte, an der Spitze ab.
12/14/02
Höllwarth siegt und Michael Uhrmann freut sich über Rang fünf in Titisee-Neustadt
Nach einem spannenden Finale vor einem begeisterten Publikum setzte sich der Routinier aus Österreich, Martin Höllwarth, gegen die Konkurrenz durch. Mit einem Sprung über 137m gewann er knapp vor dem Norweger Sigurd Pettersen, 135,0m, der nach dem ersten Durchgang noch führte. Adam Malysz, Vorjahressieger von Titisee-Neustadt, sicherte sich mit einer Weite von 132,0m den dritten Rang.
Michael Uhrmann landete mit seinem Sprung über 128m im Finale auf dem fünften Platz und bestätigte hiermit seinen hervorragenden Saisonstart. Auch im Gesamtweltcup, den weiterhin Pettersen vor Höllwarth anführt, bleibt er somit auf Rang 5.
Seine Sprünge wertete Uhrmann als nicht optimal und hofft, die Technik beim morgigen Springen zu verbessern. Jedoch gilt für ihn ein Platz unter den ersten 10 als Erfolg.
Der derzeit sehr stark springende Martin Höllwarth kommt, nach eigenen Worten, sehr gut mit der Schanze und ihrem langen Radius beim Absprung zurecht.
Weltcuppunkte holte sich erstmals auch Sven Hannawald, der nach Verletzungen im Sommer noch seine Form sucht. Das Publikum scheint trotz dessen hinter dem Hinterzartener zu stehen, der im Vorjahr in Titisee-Neustadt einen Weltcupsieg feierte und auch dieses Jahr mit begeisterten Zieh-Rufen ins Tal begleitet wurde. Sprünge von 121,5m und 125,5m reichten für den 17. Platz.
Weitere Zähler im Gesamtweltcup wurden für die beiden DSV-Springer Michael Neumeyer aus Berchtesgaden, Rang 26, und den Schonacher Alexander Herr, Rang 29, vergeben.
Die Organisatoren erwarten für das Weltcup-Springen am Sonntag wieder tausende von begeisterten Zuschauern. Cokommentator der morgigen Veranstaltung wird Martin Schmitt sein, der auch heute die Sprünge der Konkurrenz beobachtete.
12/14/02
Adam Malysz dominiert Qualifikation - Hannawald mit vorne dabei - alle DSV-Adler für 1. Weltcup-Skispringen qualifizert
Vor 5000 Zuschauern, vorwiegend Schulklassen, die freien Eintritt genossen, fand bei strahlendem Sonnenschein das Qualifikationsspringen zum „ruhrgas“ FIS Weltcup Skispringen in Titisee-Neustadt statt.
Adam "Riese" Malysz gewann die Qualifikation zum Weltcup-Skispringen in Titisee-Neustadt Der Topfavorit und zweifache Weltcup-Gesamtsieger erreichte mit 133 Metern die größte Weite. Ihm am nächsten kam mit 130,5 Metern der Slovene Peter Zonta vor dem Österreicher Andreas Kofler, 127,5m.
Bereits nach dem geglückten Sprung von Georg Späth vom SC Obersdorf war klar, dass sich alle 8 DSV-Adler für das am morgigen Samstag stattfindende Springen auf der bestens präparierten Hochfirstschanze qualifiziert haben.
Die vor ihm gesprungenen deutschen Athleten, unter ihnen der Gewinner der Vierschanzentournee, der Schwarzwälder Sven Hannawald und der Oberhofer Stephan Hocke sprangen sich mit guten Weiten unter die besten 50, die am morgigen Wettkampf teilnehmen. Ebenso Goldmedaillengewinner von Lahti, Alexander Herr vom SC Schonach und Michael Neumeyer aus Berchtesgaden.
Michael Uhrmann landete auf 120,5 m und qualifizierte sich bereits durch seinen derzeitigen dritten Platz in der Weltcupwertung. Der Weltcup-Führende der Norweger Sigurd Pettersen, als solcher sowieso qualifiziert, verzichtete auf seinen Qualifikationssprung. Bereits zum heutigen Qualifikationsspringen fand sich auch unter den Zuschauern sportlicheProminenz ein: Team-Olympiasieger Christof Duffner, der sich nach einem Bruch des Arms in Rehabilitation befindet, verfolgte als Zuschauer das Springen.





























